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Kreis
MYK. Die Familie stand im Focus der
Betrachtung, als Erster Kreisbeigeordneter Bernhard Mauel vergangene Woche
zum Sozialempfang 2005 ins Koblenzer Kreishaus eingeladen hatte. Gemeinsam
mit Landrat Albert Berg-Winters dankte er den haupt- und ehrenamtlich im
Sozialbereich tätigen Gästen für deren Arbeit insbesondere für die
Familien im Landkreis Mayen-Koblenz. Gemeinsam folgte man mit großem
Interesse den Ausführungen des Festredners Superintendent a.D. Klaus
Schneidewind. Der evangelische Theologe sprach zum Thema „Familie hat
Zukunft“.
Der Abend wurde zu
einem Plädoyer für die Familie. Bernhard Mauel stellte gleich zu Beginn
die Frage nach dem Warum? „Weil es zur Zeit in ist, über Familie zu
sprechen? Weil es politisch korrekt ist, Familie zu fördern? Weil die
Demografie uns zwingt, Familie wieder ernst zu nehmen?“ Nichts von
alledem. Die Antwort gab der im Kreishaus für Soziales zuständige Erste
Kreisbeigeordnete gleich selbst: "Das Wohl des Staates besteht aus
glücklichen Familien. Deshalb ist es unsere Aufgabe, sich um sie und ihre
Zukunft zu kümmern.“
Keine leichte Aufgabe,
wie Superintendent a.D. Klaus Schneidewind hervorhob. Der Stellenwert der
Familie sei zwar hoch, aber brüchig zugleich. Alle Umfragen zeigten: Trotz
aller Traditionsbrüche genieße die Familie nach wie vor allerhöchste
Priorität. Die weitaus meisten Menschen würden sich familiären
Zusammenhalt wünschen, könnten oder wollten nicht darauf verzichten. Die
Balance zwischen Autonomie und Abhängigkeit gehöre dabei zusammen. Dass
der Traum von Familie immer später und seltener Realität werde und der
Kinderwunsch verschoben werde oder unerfüllt bleibe, habe viele Gründe.
„Eine der Hauptursachen ist die zunehmend ökonomisch orientierte
Kosten-Nutzenmentalität, die ja nicht unbegründet ist. Es ist ein Paradox:
Aus Sorge um die Zukunft wird auf Kinder verzichtet,“ so Schneidewind
wörtlich.
Stoff genug für einen
Erfahrungsaustausch. Die Zeit beim anschließendem Empfang nutzten die
Gäste des Sozialempfangs zu anregenden Diskussionen. Der Einladung von
Mauel waren Vertreter von Vereinen und Verbänden, der Caritas und dem VdK,
sozialer Einrichtunten und Interessensvertretungen, dem Kreisjugendring
und den Sozialstationen, den Kliniken und Schulen im Landkreis, den
Angehörigengruppen und dem DRK sowie den Kirchen und dem Kinderschutzbund
gefolgt. Ihnen allen dankte Landrat Albert Berg-Winters für ihre
Tätigkeit.
Der Abend wurde
musikalisch umrahmt vom Spiritual-Chor aus Polch unter der Leitung von
Bernhard Wibben.
Wenn
dein Kind dich morgen fragt
Wie entscheidend die
Zukunft eines Staates von der Entwicklung der Familie abhängig ist, machte
Festredner Klaus Schneidewind in seinem Vortrag deutlich. Hier ein Auszug:
„Gerade ist der
Deutsche Evangelische Kirchentag in Hannover zu Ende gegangen. Er stand
unter dem Motto: Wenn dein Kind dich morgen fragt.
Dieses Motto spricht
sehr direkt die generationenübergreifende Kommunikation an. Das Motto
setzt voraus, dass es noch Kinder gibt, die heute und morgen fragen.
Erwachsene sollten die Fragen nicht verdrängen, sondern sich Zeit nehmen,
sich von diesen Fragen ansprechen zu lassen, sich selbst infrage zu
stellen und nach Antworten zu suchen. Für heute entscheidend hält Margot
Käßmann, die Beschöfin der gastgebenden Landeskirche Hannovers und Mutter
von vier Töchtern, die Frage: Wie leben wir heute verantwortlich, damit
Menschen nach uns sich wohl fühlen können? Sie sagt: Kinder in die Welt zu
setzen, das ist doch Ausdruck von Lebensgefühl, von Lebenslust und auch
von Gottvertrauen. Dass heute das Kind zur ökonomischen Komponente wird,
lässt unser ganzes Land arm aussehen. Wir müssen uns schon fragen, ob das
ein Signal ist für die absolute Ökonomisierung aller Lebensbereiche.“
 Zeit für Gespräche
fanden Vertreter aus dem Sozialbereich beim diesjährigen Empfang in der
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz.
 Rahmten den Festredner,
Superintendent a.D. Klaus Schneidewind (2.v.l.) , ein: Landrat Albert
Berg-Winters, Kreisbeigeordneter Rudi Zenz und Susi Hermanns (v.l.).
 Den
musikalischen Akzent setzte beim Sozialempfang der Spiritual-Chor aus
Polch.
 „Familie
ist der Ort, an dem man zuhause ist.“ Erster Kreisbeigeordneter Bernhard
Mauel brach eine Lanze für die Familie.
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