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Kommentar: So sieht Pressearbeit von scheinheiligen Heuchlern aus: "Das Wohl des Staates besteht aus glücklichen Familien. Deshalb ist es unsere Aufgabe, sich um sie und ihre Zukunft zu kümmern.", sagt Bernhard Mauel der Erste Kreisbeigeordnete. Die Rheinzeitung druckt, zu welchem Preis?, in regelmäßiger Folge einen "MYK-Report", um die Manipulation unter die Leute zu kriegen. Wer ein mal fest im Sattel sitzt, hält alle Fäden in der Hand um sich Wählerstimmen für die nächsten Wahlen zu sichern. (rd) 30.11.2005

* Der MYK-Report wird redaktionell vom Landkreis erstellt, er erschien erstmals 1973, die 1000. Ausgabe wurde im Juli 2005 in der RZ gefeiert.

02. Juni 2005 - PD-Nr. 215

Familien brauchen Zukunft - Zukunft braucht Familien

Kreisspitze hatte zum Sozialempfang 2005 geladen – Dank an haupt- und ehrenamtlich sozial Tätige

Kreis MYK. Die Familie stand im Focus der Betrachtung, als Erster Kreisbeigeordneter Bernhard Mauel vergangene Woche zum Sozialempfang 2005 ins Koblenzer Kreishaus eingeladen hatte. Gemeinsam mit Landrat Albert Berg-Winters dankte er den haupt- und ehrenamtlich im Sozialbereich tätigen Gästen für deren Arbeit insbesondere für die Familien im Landkreis Mayen-Koblenz. Gemeinsam folgte man mit großem Interesse den Ausführungen des Festredners Superintendent a.D. Klaus Schneidewind. Der evangelische Theologe sprach zum Thema „Familie hat Zukunft“.

Der Abend wurde zu einem Plädoyer für die Familie. Bernhard Mauel stellte gleich zu Beginn die Frage nach dem Warum? „Weil es zur Zeit in ist, über Familie zu sprechen? Weil es politisch korrekt ist, Familie zu fördern? Weil die Demografie uns zwingt, Familie wieder ernst zu nehmen?“ Nichts von alledem. Die Antwort gab der im Kreishaus für Soziales zuständige Erste Kreisbeigeordnete gleich selbst: "Das Wohl des Staates besteht aus glücklichen Familien. Deshalb ist es unsere Aufgabe, sich um sie und ihre Zukunft zu kümmern.“

Keine leichte Aufgabe, wie Superintendent a.D. Klaus Schneidewind hervorhob. Der Stellenwert der Familie sei zwar hoch, aber brüchig zugleich. Alle Umfragen zeigten: Trotz aller Traditionsbrüche genieße die Familie nach wie vor allerhöchste Priorität. Die weitaus meisten Menschen würden sich familiären Zusammenhalt wünschen, könnten oder wollten nicht darauf verzichten. Die Balance zwischen Autonomie und Abhängigkeit gehöre dabei zusammen. Dass der Traum von Familie immer später und seltener Realität werde und der Kinderwunsch verschoben werde oder unerfüllt bleibe, habe viele Gründe. „Eine der Hauptursachen ist die zunehmend ökonomisch orientierte Kosten-Nutzenmentalität, die ja nicht unbegründet ist. Es ist ein Paradox: Aus Sorge um die Zukunft wird auf Kinder verzichtet,“ so Schneidewind wörtlich.

Stoff genug für einen Erfahrungsaustausch. Die Zeit beim anschließendem Empfang nutzten die Gäste des Sozialempfangs zu anregenden Diskussionen. Der Einladung von Mauel waren Vertreter von Vereinen und Verbänden, der Caritas und dem VdK, sozialer Einrichtunten und Interessensvertretungen, dem Kreisjugendring und den Sozialstationen, den Kliniken und Schulen im Landkreis, den Angehörigengruppen und dem DRK sowie den Kirchen und dem Kinderschutzbund gefolgt. Ihnen allen dankte Landrat Albert Berg-Winters für ihre Tätigkeit.

Der Abend wurde musikalisch umrahmt vom Spiritual-Chor aus Polch unter der Leitung von Bernhard Wibben.

Wenn dein Kind dich morgen fragt

Wie entscheidend die Zukunft eines Staates von der Entwicklung der Familie abhängig ist, machte Festredner Klaus Schneidewind in seinem Vortrag deutlich. Hier ein Auszug:

„Gerade ist der Deutsche Evangelische Kirchentag in Hannover zu Ende gegangen. Er stand unter dem Motto: Wenn dein Kind dich morgen fragt.

Dieses Motto spricht sehr direkt die generationenübergreifende Kommunikation an. Das Motto setzt voraus, dass es noch Kinder gibt, die heute und morgen fragen. Erwachsene sollten die Fragen nicht verdrängen, sondern sich Zeit nehmen, sich von diesen Fragen ansprechen zu lassen, sich selbst infrage zu stellen und nach Antworten zu suchen. Für heute entscheidend hält Margot Käßmann, die Beschöfin der gastgebenden Landeskirche Hannovers und Mutter von vier Töchtern, die Frage: Wie leben wir heute verantwortlich, damit Menschen nach uns sich wohl fühlen können? Sie sagt: Kinder in die Welt zu setzen, das ist doch Ausdruck von Lebensgefühl, von Lebenslust und auch von Gottvertrauen. Dass heute das Kind zur ökonomischen Komponente wird, lässt unser ganzes Land arm aussehen. Wir müssen uns schon fragen, ob das ein Signal ist für die absolute Ökonomisierung aller Lebensbereiche.“


Zeit für Gespräche fanden Vertreter aus dem Sozialbereich beim diesjährigen Empfang in der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz.


Rahmten den Festredner, Superintendent a.D. Klaus Schneidewind (2.v.l.) , ein: Landrat Albert Berg-Winters, Kreisbeigeordneter Rudi Zenz und Susi Hermanns (v.l.).


Den musikalischen Akzent setzte beim Sozialempfang der Spiritual-Chor aus Polch.


„Familie ist der Ort, an dem man zuhause ist.“ Erster Kreisbeigeordneter Bernhard Mauel brach eine Lanze für die Familie.


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