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Kommentar: War die Vollbremsung nötig? Hatte der Busfahrer sich wirklich ausreichend um die verletzten Grundschulkinder gekümmert? Vollkommen richtig von der Polizei Andernacher, in diesem so scheinbar harmlosen Vorfall weiter zu ermitteln. Sind die Behauptungen des Busfahrers zutreffen? Eltern klagen häufig über zu schnelle rücksichtlose Fahrweisen, sodass eine Vollbremsung dabei häufig die Folge ist, aber ob die sanfter hätte ausfallen können, wird wohl schwierig zu beweisen sein. Falls der Fahrer den Nachweis der unvermeidbaren Vollbremsung nicht glaubhaft führen kann, so könne die Verletzten auf Schadensersatz klagen. Auch ist besonders fragwürdig, ob er sich wirklich ausreichend um die um die verletzten Grundschulkinder gekümmert hatte. Neun Kinder im Schulbus leicht verletzt01.12.2005 - 15:00 Weißenthurm, Kreis Mayen-KoblenzAls der Fahrer eines Schulbusses heute Morgen aufgrund zweier Kinder, die auf die Fahrbahn liefen, unvermittelt abbremsen musste, fielen etwa 15- 20 im Schulbus stehende Schüler zu Boden – neun verletzten sich dabei leicht. Kurz nach 08.00 Uhr heute Morgen wurde die Polizei in Andernach vom Sekretariat der Grundschule Weißenthurm in Kenntnis gesetzt, dass sich dort Schüler gemeldet hatten, die im Schulbus einen Unfall hatten. Die sechs- bis zehnjährigen Kinder klagten über Prellungen und in einem Falle über eine leichte Schürfwunde. Die Beamten der Polizeiinspektion Andernach konnten folgenden Sachverhalt ermitteln: Etwa 55 Schüler befanden sich heute Morgen gegen 07.40 Uhr in einem Schulbus der in Weißenthurm in der Berliner Straße mit dem Ziel zur Grundschule zu fahren, unterwegs war. An der Einmündung zum Stierweg leitete der Fahrer eine Vollbremsung ein, woraufhin die ca. 15- 20 im Gang stehenden Kinder zu Boden fielen und sich teilweise verletzten. Der Bus soll daraufhin seine Fahrt unvermittelt fortgesetzt und die Kinder zur Grundschule gefahren haben. Nachdem die Polizisten im Laufe des heutigen Morgen das betroffene Busunternehmen und den Fahrer ermitteln konnten, gab dieser an, dass er die Vollbremsung aufgrund zweier Kinder habe einleiten müssen, die an der Einmündung Berliner Straße – Stierweg unvermittelt auf die Fahrbahn traten. Auf seine Nachfrage hin, hätte dann keines der im Bus hingefallenen Kindern gesagt, es habe sich verletzt. Da es auch sonst zu keinem Schaden gekommen sei, habe er die Fahrt fortgesetzt und die Schüler an der Grundschule „ normal“ aussteigen lassen. Wie bereits angeführt, wurde glücklicherweise keines der Kinder schwerer verletzt und alle konnten am Unterricht teilnehmen. Die Ermittlungen der Andernacher Polizei sind damit aber nicht abgeschlossen und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Herausgebende Stelle: Polizeipräsidium Koblenz Moselring 10-12 56068 Koblenz Telefon: 0261/103-1 |