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Newsletter Nr.1 - April 2003
Dies ist der erste Email Newsletter, mit Kopie hier auf der Homepage, unserer Elterninitiative "Sicherheit bei der Schülerbeförderung" im Kreis Mayen-Koblenz.
Wir hoffen, wir brauchen nicht all zu oft die Postfächer füllen, wer aber trotzdem den Newsletter abschalten möchte, findet am Ende einen Hinweis.
In diesem Newsletter möchten wir auf neue Inhalten der "Schulbus" Homepage hinweisen und einen Überblick "wie geht es weiter" geben. Ältere Ereignisse können auf der Homepage im Archiv seit Anfang 2002 eingesehen werden.
1. Begriffsbestimmung
Mit der Integration von Schulbussen in den ÖPNV kann man leider nicht mehr vereinfacht von Schulbussen sprechen, denn Anforderungen und gesetzliche Bestimmungen sind unterschiedlich, je nachdem ob Schüler mit Schulbussen oder im Linienverkehr des ÖPNV befördert werden. Mit dieser Änderung fanden die ersten Rückschritte in Punkt Sicherheit für unsere Kinder statt. Auf Grund der komplexen Begriffsbestimmung "Schulbusverkehr" müssen wir in Diskussionen leider immer genau aufpassen ob es sich noch um einen echten Schulbus oder einer Beförderung im ÖPNV handelt.
Nähere Auskünfte gibt die Druckschrift der Unfallkassen: Mit dem Bus zur Schule -
http://www.ndt.net/home/schulbusse/links/bus.pdf(PDF 800 KB)
2. Winterreifen im Schulbusverkehr
Das Thema was die größten Wellen verursachte, auch Bundesweit, wurde nach einigen Vorfällen im Winter 2003/02 in einem Bericht zusammengefaßt. Siehe:
Sicherheit bei der Schülerbeförderung im Winter - Fahren die Busse mit wintertauglichen Reifen?
http://www.ndt.net/home/schulbusse/records/reifen/reifen.htm
3. Diskussionsforum eröffnet
Mit den heutigen Möglichkeiten ist es eine einzigartige Chance ein Thema öffentlich zu diskutieren und synergetisch konstruktiv zu nutzen. Die ersten Meinungen von Eltern, ADAC und Mitgliedern der Initiative Pro-Winterreifen des DVR (deutscher Verkehrssicherheitsrat des BMVBW) begrüßen unseren Reifenbericht.
Überraschend auch hierüber die Aussage des Bundesverbandes Reifenhandels, Herr Drechsler: Kostenerhöhung durch Winterreifen findet nicht statt, man ist bereit dies durch eine kostenlose Analyse vor Ort zu belegen. Wir hoffen, dass auch andere bereit sind diesen virtuellen "Runden Tisch" zu betreten, besonders wo die Einrichtung eines Runden Tisches ein als weit verbreitete guter Schritt angesehen wird, ist auch der Kreis-MYK innovative genug daran teilzunehmen?
http://www.ndt.net/home/schulbusse/forum.html
4. Reifenthema auf der Kreistagssitzung 31.3.03 in Koblenz
Unterstützung bei der Fraktion der SPD und den Grünen.
Landrat A. Berg-Winters unterrichtete die Abgeordneten einseitig und unvollständig. Dies Verhalten wurde selbst von Abgeordneten als arrogant und unverschämt bezeichnet. Muß man sich von Beamten die von unseren Steuergeldern leben und für uns arbeiten sollten, so unverschämt behandeln lassen? Bürgernähe?
Siehe auch dazu: - Protokoll dieses Sitzungsthemas und - Kommentar der Grünen Fraktion
http://www.ndt.net/home/schulbusse/records/sitzungk/sitzungk.htm
Wie geht es weiter?
A. Reifen
Der nächste Winter kommt bestimmt!
Hier werden wir den Sommer nutzen um für den nächsten Winter mehr Sicherheit zu erzielen.
Anfragen zur Auslegung der Winterreifenpflicht nach §18 BOKraft laufen weiter. Ferner werden die Ziele wie im Fazit des Reifenberichtes beschrieben verfolgt. Kommunale Träger des ÖPNV sehen wir auch durch das RLP Nahverkehrsgesetz in Punkt Sicherheit in die Pflicht genommen.
B. Haltestellen
Hier ist nach ersten Erkenntnissen ein Bedarf das Thema rundum zu behandeln. Ein Unfall und nachgewiesene Beinaheunfälle haben in der VG-Vordereifel kürzlich stattgefunden. Wir müssen davon ausgehen, dass viele Haltestellen nicht genügend gesichert sind oder an gefährdeten Stellen stehen. Die Pflicht zum Einschalten der Warnblinkanlage wird nicht genügend genutzt bzw. sogar provokativ abgelehnt. Das ABC der Schulwegsicherung wird hier nachweislich mißachtet.
C. Beschwerdemanagement
Wir registrieren wöchentlich Mängel in der Schülerbeförderung auf der Strecke Kirchwald - Nachtsheim. Die Streuung reicht von Bagatellfällen bis zu äußerst ernst zu nehmenden Sicherheitsmängeln. Häufig wird dabei durch Gewohnheitsdenken und schleichendes überschreiten der Grenzen die aufkommende Gefahr unterschätzt. Beispiel "Sprit ausgegangen", Kindern wandern die Landstraße ohne Aufsicht nach Hause. Ein funktionierendes Beschwerdesystem gibt es im Kreis MYK bzw. Verkehrsverbund Rhein Mosel (VRM Briefkastenfirma?) nicht - hat lediglich eine Hotline auf der Homepage worunter sich die RMV meldete. Wie sieht es mit der ISO 9000 f. im ÖPNV aus? Wie kann erreicht werden, dass ein Betrieb wie die RMV objektiv mit Beschwerden umgeht?
D. Statistik
Auch Churchill hat schon gesagt, traue keiner Statistik die du nicht selbst gemacht hast.
Die häufig gestreuten Zahlen, dass Busbeförderung einer der sichersten ist, sollten mit Vorsichtig behandelt werden. Das EU Projekt DUMAS "Developing Urban Management and Safety" zeigt, das Unfallstatistiken in der gesamten EU so nicht brauchbar sind. Ohne die "Zahlen" des Statistischen Bundesamtes oder des RLP Bad Ems haben wir einige Winterunfälle auf der Homepage geschildert. Es ist leicht zu erkennen, dass fehlende Winterreifen die Ursache war, aber wer registriert das schon? Wenn nur ein Flugzeugabsturz nachweislich durch einen technischen Mangel entstanden ist, so würde sicherlich sofort die ganze Airbus oder Boeing Serie umgerüstet werden. Wo stehen wir in der Busbeförderung?
Es sollte ein System, siehe auch Beschwerdemanagement Pkt. C, Unfälle, Beinahunfälle und Beschwerden allgemeiner Natur erfassen. Wenn der ÖPNV nichts derartiges vergleichbares freiwillig einrichtet, oder nach ISO 9000 f. dazu verpflichtet wird, dann sollten wir Eltern versuchen etwas auf den Weg zu bringen. Mit Nutzung der Kommunikation über Schule und Schulelternbeirat könnte ein objektives Meldesystem im Schulbusverkehr eingerichtet werden.
| News Archive der Internetseite (nicht als email)
| 2. April 2003
Reifenthema auf der Kreistagssitzung in Koblenz
| Unterstützung bei der Fraktion der SPD und den Grünen
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Landrat A. Berg-Winters unterrichtete die Abgeordneten einseitig und unvollständig. Dies Verhalten wurde selbst von Abgeordneten als arrogant und unverschämt bezeichnet.
Muß man sich von Beamten die von unseren Steuergeldern leben und für uns arbeiten sollten, so unverschämt behandeln lassen? Bürgernähe? [mehr]
Siehe auch:
Protokoll dieses Sitzungsthemas
Kommentar der Grünen Fraktion
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| 13. März 03
Sicherheit bei der Schülerbeförderung im Winter
Fahren die Busse mit wintertauglichen Reifen? Nein! 12 Seiten Bericht von Rolf Diederichs
 Wieder unter 3 mm
 Sicherlich kein Winterprofil |
Dieser Bericht zeigt berechtigte Zweifel an der Wintertauglichkeit der Reifen von Schulbussen bzw. Bussen des ÖPNV, welche in den Höhenlagen der Eifel bzw. VG Vordereifel unter winterlichen Straßenzuständen eingesetzt werden.
Es geht um "schwarze Schafe" - einer davon den Stein ins Rollen brachte [2] - aber auch um die Mehrzahl der Busse, die zwar mit besseren, aber entsprechend den vorliegenden Informationen trotzdem mit unzureichend wintertauglichen Reifen im Winter 2002/2003 beobachtet wurden. Eine offensichtlich im Flachland und in Stadtgebieten "am grünen Tisch" geborene gängige Praxis wird undifferenziert in alle Regionen übertragen.
Die Aufsichtsbehörde Landesamt Straßen und Verkehr (LSV) [6], aber auch andere mitverantwortliche Dienststellen, ergreifen keine Präventivmaßnahmen um Unfälle bei der Schülerbeförderung im Winter zu vermeiden.
Übliche Reifenzustände aus dieser Region werden anhand von Fotos und Reifenbezeichnungen dokumentiert und ebenso werden Probleme auf der Strecke Kirchwald - Nachtsheim vorgestellt.
Ferner zeigt der Bericht Mängel im monopolistischen ÖPNV-System, welches jegliche Kritik im Keim zu ersticken versucht, und nicht bereit ist, konstruktive Beschwerden für Verbesserungen zu nutzen. Statt dessen werden Rechtsanwälte eingeschaltet, um mit aller Gewalt zu versuchen, einer Elterninitiative einen Maulkorb zu verpassen.
In einem Zeitungsinterview werden von der RMV (Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft, Koblenz) die tatsächlichen Reifenzustände durch unklare Aussagen und Begriffe wie Ganzjahresreifen verschleiert bzw. beschönigt; offensichtlich zum Zweck, eine Empörung der Öffentlichkeit zu verhindern. [mehr]
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| 12. März 2003, Merkur-Online 07.02.2003
Schulleiterin will`s wissen: Winterreifen-Pflicht für Schulbusse ?
| Wir freuen uns, dass eine Schulleitung sich nun endlich auch für dieses Thema einsetzt. Der Artikel im fernen Bayern zeigt Parallelen zu unserer Situation. Neu ist die Aussage eines TÜV-Ingenieurs, der sieht in § 18 BOKraft eine Verpflichtung zu Winterreifen.
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Glück im Unglück hatte am 7.02.2003 ein Schulbusfahrer in Icking (Bayern). Sein Fahrzeug kam auf der festgefahrenen Schneedecke ins Rutschen und stieß gegen die Talberg-Unterführung. Der Fahrer blieb unverletzt.
Doch der Unfall hatte im weitesten Sinne eine Vorgeschichte: Die Leiterin der Volksschule, Roswitha Faber, wartete bereits seit einer Woche auf eine Antwort des Busunternehmers, nachdem der Schulbus am 29. Januar in Dorfen im Schnee stecken geblieben war. Ein Augenzeuge hatte berichtet, dass der Bus nur mit Sommerreifen und ohne Schneeketten unterwegs gewesen sei. Faber bat umgehend um eine Stellungnahme. [mehr].
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Herausgeber:
Elterninitiative "Sicherheit Schülerbeförderung"
Rolf Diederichs
Im Fraustück 6
56729 Kirchwald
Tel 02651-904904
Fax 02651-904906
Email: rd@ndt.net
Homepage: http://www.ndt.net/home/schulbusse/
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