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| Primär sind aber Landkreis und Gemeinden für eine bürgerfreundliche Gestaltung des ÖPNV verantwortlich von Rolf Diederichs, 9.12.2004
Ein Jugendlicher versuchte nach dem Motto Selbstständigkeit und Mobilität mit Schüler-Plus Ticket den Bus Linie 340 von Kirchwald-Nitzblick nach Langenfeld laut Fahrplan am 16.9.04 um 19:08 zu benutzen. Obwohl er vorsichtshalber 10 Minuten vorher zur Haltestelle ging, konnte er nur noch die Schlusslichter des im Auftrag der RMV fahrenden Kleinbusses zu Gesicht bekommen. In der Hoffnung sich versehen zu haben, wartete sie weitere 20 Minuten vergeblich auf den erhofften Bus. Dieser Linie wurde auch eine andere Schlamperei nachgesagt, nachdem an der gleichen Haltestelle der Bus ohne zu stoppen einfach vorbeifuhr. Berichten von Fahrgästen zu folge sei dies im ÖPNV dieser Region kein Einzelfall, sich durch wilde Gestiken an Haltestellen bemerkbar machen zu müssen oder vielleicht auf die Fahrbahn treten zu müssen, um nicht stehen gelassen zu werden. Von Unbequemlichkeiten können auch Eltern ein Lied singen wenn sie entweder zu Schuljahresbeginn oder zu andere Gelegenheit das Büro der RMV aufsuchen müssen. Das Büro liegt mehrere Kilometer vom Mayener Zentrum entfernt und ist mit dem Bus nicht zu erreichen. Wäre es da nicht ausnahmsweise schön, wenn Schüler oder Schülerinnen ohne Taxi der Eltern ihre Angelegenheiten auch nach der Schule mal selbstständig erledigen könnten? Das Argument alles könnte man heute beim Fahrer im Bus oder per Post erledigen ist nur zum Teil richtig. Wenn man nicht tagelang das Geld für Einzelfahrscheine ausgeben will, dann muss man halt auch mal schnell ins Büro gelangen. Ein Stadtbüro würde sicherlich die Kundenbindung verbessern und im Resultat der RMV zu gute kommen, so wie andere Betriebe es in anderen Städten vormachen. Es darf uns nicht wundern wenn unter diesen Bedingungen bei Fahrgästen der Zukunft schon in den jungen Jahren die "Freude" am ÖPNV verloren geht, und somit der ÖPNV letztendlich zum scheitern verurteilt wird. Landkreis und Gemeinden haben rechtlich fundierte Handlungsmöglichkeiten um sich in der Gestaltung des ÖPNV bürgerfreundlich zu entfalten, u.a. auch für Reifenzustände. Haben auch der Regionalelternbeirat oder der Landeselternbeirat-RLP ihre kleine Chance der Mitsprache im Schülerverkehr laut Nahverkehrsgesetz nun auch erkannt? Warum Fahrgäste nicht von formalen Beschwerden an die RMV Gebrauch machen? Weil gelernt wurde: "zwecklos, keine Antwort oder die streiten ohnehin alles ab." Auch hierzu liegt ein Fehler im System vor.
Kleine Auswahl weiterer Informationen:
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