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Bitte schildern Sie uns kurz die Zusammenhänge im Streit um die Schülerbeförderung, zwischen Ihrem Unternehmen und dem Landkreis Gifhorn, der in diesem Jahr bundesweit für Aufsehen sorgt.
Meine Firma hat im Genehmigungswettbewerb mit dem landkreiseigenen Unternehmen den Zuschlag zum Betrieb einiger Linien im Landkreis Gifhorn erhalten.
Der Landkreis hat dann beschlossen nur auf den Strecken, die von mir befahren werden ohne ein Konzept die Schüler nicht mitfahren zu lassen, sondern für diese Sonderbusse einzurichten, die dann hinter meinen Bussen her fahren.
Diese Sonderbusse sollten dann vom landkreiseigenen Unternehmen gefahren werden, damit dieses Unternehmen, obwohl es im Wettbewerb die Aufträge verloren hat, die Aufträge durch die Hintertür wieder erhält.
Fährt also jetzt das landkreiseigene Unternehmen VLG die Schüler?
Bislang wurde es dem Landkreis für Gerichten untersagt, die Firma Hülsmann entsprechen zu diskriminieren, daher fahren die Schüler weiterhin mit dem Unternehmen Hülsmann.
Während der Diskussion in der Kreistagssitzung wurde vorgeworfen: Das Unternehmen Hülsmann würde seine Fahrer für weniger als 7 Euro fahren lassen. Alles dem Wettbewerb zu überlassen, hieße, dass wir hier bald polnische und portugiesische Busfahrer haben. Der Anschein wurde erweckt, als wenn Qualität und Sicherheit bei Hülsmann schlechter wären als bei der VLG.
Meine Linien werden von den gleichen Unternehmen gefahren, wie die des landkreiseigenen Unternehmen, somit erhalten die Fahrer genau die gleichen Vergütungen.
Schulbus.Net hatte in einigen Fällen negative Erfahrungen mit dem Einsatz von Sub-Unternehmen gemacht. Was halten Sie persönlich von dieser Praxis?
Die Auftragsvergabe an Subunternehmer halte für eine absolute Fehlentwicklung in Deutschland, derjenige, der den Verkehr betreibt - einschließlich der Fahrleistungserbringung - sollte auch die wirtschaftliche Verantwortung tragen.
Nur wer selbst am wirtschaftlichen Ergebnis beteiligt ist, wird auch optimale Leistungen für den Fahrgast erbringen, da er dann auf diesen als Kunden angewiesen ist.
Was halten Sie vom Anforderungskatalog für Schulbusse?
Alle Anforderungskataloge bringen wenig, solange der Qualitätsansatz nicht durch die Kundenbeziehung ( Unternehmen - Fahrgast ) nach vorne gestellt wird. Es darf nicht um die Selbstverwirklichung staatlicher Stellen gehen, Ziel muss es sein für den Fahrgast ein optimales Ergebnis ( Kosten - Nutzen ) zu erreichen und dieses kann nur durch die direkte Abhängigkeit des Unternehmen von seinen Kunden, Fahrgästen gewährleistet werden.
Vielen Dank für das Gespäch und weiterhin Gute Fahrt!
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