Verkehrssicherheit wird in Virneburg auf Sparflamme gekocht
Nur mit Beziehungen Straßenbausmaßnahmen sofort umsetzbar?
von Rolf Diederichs, 30.11.2005

B. Cornely, F. Schmitz, Dr. A. Saftig und D. Pung [2]
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Kinder und Anwohner sind vor ihrer Haustür ständig gefährdet, auch ein Omnibus fuhr schon in die Hauswand, aber Bürgermeister Dr Saftig und Baudirektor Bernd Cornely zögern weiterhin mit Maßnahmen. Wenn es dagegen um ein Touristenrestaurant geht, dann hat das selbe Gespann innerhalb weniger Wochen die Lösung schon errichtet. Mit guten Beziehungen am Nabel der Politik?
Die Durchgangsstraße B258 des Eifelorts Virneburg ist ein Zubringer für den 10 Km entfernt liegenden Nürburgring. Dieser Ort erlebt das motorisierte Zeitalter hautnah, sowie auch die Blindheit der Politik in Punkto Verkehrssicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Im März 2005 rutschte bei Schneeglätte ein Omnibus in die Haustür eines Reihenhauses am Ortseingang [1]. Dieser Vorfall deckte unter anderem auch eine unzugänglichen Gehweggestaltung unmittelbar hinter einer Kurve auf. Als Gehweg kann man die Situation ohnehin nicht bezeichnen. Es dauerte bis zu einer Verkehrsschau [2] lange, in der unter Leitung von Verbandsbürgermeister Dr. Saftig, folgende Sparmaßnahme veranlasst wurde: Eine weiße Markierungslinie pinseln, um den Schutz der Anwohner und deren Kinder zu erhöhen. Die Pressestelle der Verbandsgemeinde dazu wörtlich: "Es wurde eine Abgrenzung des Straßenkörpers mittels einer durchgezogenen Linie vorgenommen. Dies erfolgte in Abstimmung mit den Anliegern und der Ortsgemeinde Virneburg."
 [+] Unfall im März 2005
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 [+] Da gab es noch nicht mal eine Linie
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 [+] aus der Kurve hinausgetragen
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 [+] Gegenrichtung lässt auch die Haltestelle erkennen
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Diese vermeintliche Abstimmung mit den Anliegern stellte sich nach Aussagen der Anlieger allerdings nicht so dar. Die Maßnahme Fahrbahnmarkierung wurde von den Anlieger als sehr unzureichend betrachtet. Einer der Hausbesitzer erwägt jetzt eigene Maßnahmen um seinen "Vorgarten" gegen reinrasende Fahrzeuge zu schützen. Problematisch könnte es für die Gemeinde und das Land werden, wenn die Anwohner ihre Grundstückgrenze voll einfrieden würden. Dann würde kein Gehwegstreifen mehr übrig bleiben, somit müssten Kinder der Nachbarn auf der Fahrbahn gehen um zu ihren Häusern zu gelangen. Warum durfte früher die Bundesstraße so breit gebaut werden? Auch die Bushaltstelle wird von den Anwohnern als viel zu gefährlich eingestuft, da die Straße zu breit ist und zu schnelle befahren wird. Es müsste mehr Licht her, ebenso Geschwindigkeitsbremsen, z.B. Mittelstreifen die auch als Querungshilfe dienen könnten.
Eine über die volle Länge durchgezogene Leitplanke ist, wegen Zugänglichkeit der Parkflächen, schlecht möglich. Aber mit ein wenig Geld und Willen ließen sich sicherlich einige Lösungen finden. Preiswerte und schnelle Lösungen sind vielfältig bei Baumaßnahmen anzutreffen (Fotos).
Der Bürgermeister hegt in einem Gespräch Hoffnungen auf eine schon lange geplante komplette Neugestaltung der Umgebung, wird dies jemals kommen?
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Einige Wochen später passierte in der Gemeinde von Dr Saftig ein Unfall am Parkplatz des Restaurants Hammersmühle. Der Bürgermeister mag diese Art von Touristenmagneten besonders gerne, da er auch im Vorstand der Tourismusgesellschaft REMET sitzt. Ein PKW schoss über den Gehweg, durchbrach den Holzzaun und landete auf den etwa 1 Meter tiefer liegenden Parkplatz.
Es gab einige Aufregung bei diesem Gastronomiebetrieb, denn unter einer Hochzeitsgesellschaft auf dem Parkplatz hätte es leicht Verletze geben können. Es dauerte nur wenige Wochen, da war vom Landesbetrieb RLP eine ca. 100 Meter lange Leitplanke vor dem Holzzaun errichtet worden (Foto). An welchen Stellen sind Leitplanken nun wirklich wichtiger? Wie kann dieses Ungleichgewicht in der Bereitstellung von Geldern verstanden werden? Gute Beziehungen?
 [+] An Hammersmühle geht alles
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 [+] Der neue Unfall
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 [+] Marode Gefahren
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 [+] Der Abhang
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 [+] Der ÖPNV bricht zusammen
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Nur wenige Monate später passierte ein weiterer Unfall, nur ca. 50 Metern entfernt vor der neu errichteten Leitplanke an der Hammermühle (Foto). Auch diesmal durchbrach ein PKW einen besonders morschen Holzzaun an der 8 Meter tiefen Böschung zu einer Pferdeweide. Diese Weide wird über einige hundert Meter mit einem morschen Holzzaun eingefriedet. Sogar Fußgänger und Benutzer der nahe liegenden Haltstelle "Schloß Bürresheim" sind dort gewährtet, allerdings mittlerweile schon mehr durch den teilweise zusammengebrochenen Zaun. Der Unfall machte auf den Holzzaun aufmerksam und es fanden einige notdürftige Korrekturen statt. Wer wird diesmal wieder seine Leitplanke bekommen? Die Pferde, der Autofahrer? oder jetzt doch die Kinder in Virneburg?
- Reisebus schleudert in schneeglatter Kurve gegen zwei Reihenhäuser 15.3.2005 Virneburg (rd)
- Qualifizierte Straßen im Bereich der Verbandsgemeinde Vordereifel wurden besichtigt
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