11-jähriger Schülerin an der AWO Haltestelle angefahren
Der Unfall wurde offensichtlich unter den Teppich gekehrt
Rolf Diederichs, 6.2.2006
Siehe auch Vorberichte vom 19.10.2005, 16.11.2005 und 31.1.2006.
 Für 10 Busse und 350 Schüler viel zu eng |
Das Kind, aber auch Mayen's Bürgermeisterin, haben noch mal Glück gehabt. Kein Glück hat die Bürgermeisterin mit Bekannt werden dieses Unfalls, besonders da er im Zusammenhang ihres jüngsten "Null-Kosten" Streichs an der AWO Haltestelle steht. Muss noch ein schwerer Unfall passieren bis endlich gehandelt wird? Eine Schulbushaltstelle für gleichzeitig 10 anfahrende Busse und für über 300 Schülern, gehört einfach nicht in den öffentliche Verkehrsraum, zumal nicht in solch einem Zustand. In ganz Mayen herrscht in Punkto Verkehrssicherheit für Kinder und Ältere das reinste Chaos.
Der Unfallhergang
Da in den wöchentlichen Pressemitteilung der PI Mayen dieser Unfall nicht mitgeteilt wurde, holte Schulbus.Net bei der Polizei Mayen eine Presseauskunft ein, zu der zügig schon am nächsten Tag geantwortet wurde.
Es ereignete sich am Montag, den 19.12.2005, gegen 13:17 Uhr in Mayen, Pfarrer-Winand-Straße ein Unfall mit einer verletzten Person an der dortigen Schulbus-Haltestelle des Megina Gymnasiums. Bei der Person handelte es sich um ein 11-jähriges Mädchen des Megina Gymnasiums. Das Mädchen überquerte vor einem an der Bushaltestelle parkenden Schulbus die Fahrbahn, um auf die andere Straßenseite zu gelangen. Zum gleichen Zeitpunkt fuhr ein Pkw, vermutlich im mäßigem Tempo, die o.g. Straße in Richtung Finstigenstraße. In Höhe der Busfront kommt es zu einem leichten Zusammenstoß, als das Kind, aus der Sicht des Autofahrers plötzlich, hinter der Busfront auftauchte. Das Kind wurde mit dem Krankenwagen ins Mayener Krankenhaus gebracht und wurde von dort nach ambulanter Behandlung wieder entlassen.
Warum hatte das Kind noch Mal Glück gehabt?
Sicherlich ist das Kind vor schwereren Verletzungen oder sogar Tod durch die umsichtige Fahrweise des Autofahrers bewahrt worden, ebenso aber auch durch die große öffentliche Diskussion, die in den letzten Monaten um die AWO Haltestelle ausgetragen wurde und sicherlich einige Autofahrer sensibilisiert hat. Auch die neue Anweisung zur Einschaltung der Warnblinkanlage an den Bussen trug vielleicht einen Beitrag zum glückliche Ausgang bei. Obwohl nach Meinung der Initiative Warnblinkanlagen eher in der Dunkelheit zum Vorteil werden. Es ist auch ein gefährlicher Trugschluss der Stadt, dass sie jetzt aufgrund ihres Erlasses, zur Einschaltung der Warnblinkanlagen, nun alle weiteren baulichen Maßnahmen an der Haltstelle ablehnt.
Die Gefahr ist noch lange nicht gedämpft
 Kleinwagen kommt nur knapp vorbei
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Viel zu schnell
|  Für 10 Busse und 350 Schüler? |
Aber immer noch fahren die wenigsten Autofahrer dort mit Schrittgeschwindigkeit an den Bussen und auch an der Politesse der Stadt Mayen vorbei. Was soll neuerdings dort eine Politesse überhaupt bewirken? Geschwindigkeitssünder ohne eine Messung überführen? Von der gegenüberliegenden Straßenseite aus das Drängeln verhindern? Autofahrer können durch die engen Straße nur hautnah an den Bussen vorbeifahren und folglich sogar bei Schrittgeschwindigkeit kaum noch rechtzeitig bremsen, wenn innerhalb von Sekunden ein Kind hinter dem Bus auftaucht. Alles im Allen eine viel zu undurchsichtige und unfallträchtige Verkehrssituation im gesamten Bereich der AWO Haltestelle. Einen Unfall, PKW gegen Bus, hat es dort schon vor wenigen Monaten gegeben und auch der Todesfall einer älteren Fußgängerin, die dort von einem Auto erfasst wurde, liegt nicht weit zurück.
Bei der AWO Haltestelle kann man sicherlich zu den verschiedensten Lösungsansätzen kommen und auch unterschiedlicher Meinung sein, aber eine "Null-Kosten" Lösung, die offensichtlich nur für eine Testphase gelten sollte, die nun als Dauerlösung beschlossen wurde, das ist reine Verantwortungslosigkeit den Kindern gegenüber. Als "Stand der Technik" kann diese Ausführung sicherlich nicht bezeichnen werden, ja es liegt hier allen Anschein nach sogar eine Rechtsverstoß vor, weil Fußgänger nach § 25 Abs. 1 Satz 1 StVO die Gehwege zu benutzen haben, auch zum Warten, also NICHT in einer Bushaltebucht warten dürfen.
Für die SPD-Mayen ist die Haltestelle noch nicht abgehakt, sagt ihr Vorsitzende Rolf Schäfer gegenüber Schulbus.Net. In einer Fraktionssitzung wurde vergangenen Montag detailliert über die Haltestelle gesprochen. Die SPD wird noch einmal einen Vorstoß machen, die gefahrvolle aktuelle
Lösung zu korrigieren. Auch bei der SPD sei der Unfall nicht bekannt geworden. Dipl. Bauingenieur Klaus Hillesheim von den Freien Wählern Mayen meint: "Ginge es nach mir, dann müsste der Straßen- und Verkehrsausschuss der Stadt Mayen auf mehr
Fachkompetenz zurückgreifen!" Hillesheim sitzt im Ausschuss für Straßenverkehr der Stadt Mayen und hat gegen den Beschluss der AWO Haltestelle gestimmt.
Der Prof. Dieter Müller, Jurist und Dozent an der Fachhochschule für Polizei Sachsen, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Falle wenn Versäumnis der Ämter und dadurch auch der politisch Verantwortlichen vorliegt, das angeprangert werden sollte. Die betroffenen Eltern können stellvertretend für ihr Kind Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Planungsfehler erstatten.
Auch Bürgermeisterin Veronika Fischer (CDU) hat diesmal noch Glück im Unglück gehabt, aber wird sie es auch haben wenn im Gedränge ein Kind unter die Reifen gerät? Sie stellt gegen den Journalisten Rolf Diederichs Strafanzeige wegen Beleidigung, weil dieser ihre Vorgehensweise um die AWO Schulbus-Haltestelle in einem Artikel vom 16.11.2005 mit scharfen Worten kritisiert. Will die Bürgermeisterin mit dieser Anzeige skrupellos Druck auf die Redaktion ausüben? Um sich möglichst jeder weiteren öffentlichen Auseinandersetzung der kinderfeindlichen Verkehrspolitik zu entziehen?
Von Seilschaften unter den Teppich gekehrt?

Hand in Hand
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Übt die Stadt Mayen mit ihrer Bürgermeisterin Einfluss auf die Polizei aus, um Unfälle unter den Teppich zu kehren? Um die Zweifel an der Sicherheit der AWO Haltestelle gab es in der Presse monatelang heftige Diskussionen, besonders im Stadtrat, um so mehr ist es verwunderlich, wenn ausgerechnet zu diesem Unfall keine Pressemeldung der Polizei erfolgt, ansonsten über jede kleine Beule. Aufklärung und Prävention ist die wesentlichste Aufgabe der Polizeipresse. Stattdessen belegt dieser Unfall und auch zurückliegende Unfälle, dass die Polizei bei Fällen von kommunaler Verantwortung, diese in der Öffentlichkeit verbirgt. Auch ein Redakteur einer lokalen Zeitung sagte einst zu einem Schulbusfall: "Der Polizist sitz gerade beim Chef drin, kriegt jetzt wahrscheinlich einen Maulkorb". Auch wartet Schulbus.Net momentan noch immer auf Auskunft, unter welchen Umständen ein Schulkind im Baustellenbereich in Mayen vor einer Woche verunglückte.
Verkehrssicherheit - besonders für Kinder und Ältere - wird in Mayen Klein geschrieben

Gefährliches Chaos
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Schon im Mai 2003 befasste sich der alte Schulelternbeirat des Megina-Gymnasiums mit der seit langem bekannten ungenügenden Verkehrssicherheit der Schüler im Bereich des Megina-Gymnasiums. Auf verschiedene Gefahrenpunkten hat man die Stadt Mayen hingewiesen, ohne das bis heute etwas unternommen wurde. Der neue Schulelternbeirat hatte dann, wie förmlich resigniert, "Kleinigkeiten" von mangelhafter Straßenbeleuchtung moniert. Aber auch dies stieß bis jetzt auf taube Ohren von Bürgermeisterin Fischer. Sicherheitsprobleme sind auch an der Elisabethschule schon lange bekannt. Auch hier sind "Null-Kosten" Lösungen das Kochrezept der Bürgermeisterin. Hierzu steht die Antwort zu unserer Presseanfrage noch in dieser Woche auf dem Terminplan. Mayen's desolate Straßenverhältnisse und Ausführungsmängel in Sachen Verkehrssicherheit von Fußgängern ist überall deutlich sichtbar. Veronika Fischer hat jedoch in Panik den Weg zu den Toiletten der Hinter-Burg Hauptschule sicher gemacht, nachdem ein Sexualverbrechen irgendwo in Deutschland passierte. Sie sollte auch, wenn irgendwo in Deutschland und besonders in Mayen Schulwegunfälle passieren, an Mayen's marodem Verkehrsraum arbeiten.

Einstieg in den ersten Bus. Eine Schülerin auf der Straße mit Handy am Ohr?
|  Das ist stark! Ein Bus überholt, wohl kaum im Schritt, sogar über den Gehweg. Wo ist die Polizei? Kontrolliert Sie heute wieder die Eltern?
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Auch nicht Schrittgeschwindigkeit
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Thema Karikatur und Politik in Mayen - Leere Stadtkassen ??
Wird die Bürgermeisterin jetzt zum "heiligen Krieg" aller Politiker aufrufen? Wieder eine Anzeige erstatten?
Mehr zur Anzeige von Bügermeisterin Fischer in der Chronik.
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