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Im WDR über Busschule in Aachen und weitere Informationen
Vermittelt eine Busschule eine Feuerübung?
Wer kommt in den Genuß?
Wird Verkehrserziehung an Schulen pflichtgemäß durchgeführt?

von Rolf Diederichs, 19.4.2006


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Im Bus festhalten

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Anfahren an die Haltestelle

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man beachte die blaue Linie!

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nicht schieben

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überfüllte Busse

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alles wieder vegessen?

Originalton WDR Lokalzeit vom 3.2.2006:
Eine Aktion um richtig Bus zu Fahren. Das klingt banal und überflüssig, ist es aber leider nicht, wie der Unfalltod eine 13 Jahre alten Schülers in Hasselweiler zeigt. Er ist verganges Jahr von einem PKW angefahren worden, weil er verdeckt hinter einem Bus auf die Straße gelaufen ist. Sicheres Busfahren ein Thema auch in der aktuellen Stunde, unter anderem auch mit der Aachener ASEAG. Zusammen mit der Polizei hat der Verkehrsbetrieb eine gemeinsame Aufklärungsaktion gestartet. Wenn man ein paar Regeln beachtet ist man auf der sicheren Seite, wenn nicht dann geht der Schuss auch schon mal nach vorne los.

Ein Vollbremsung bei Tempo 20. Was Busfahrer und Polizei hier gemeinsam demonstrieren hinterlässt bei den Schülern und Schülerinnen Eindruck. Es ist eine ganz alltägliche Situation, der Bus ist überfüllt, schaukelt und das passiert wenn man sich nicht festhält. Eine von vielen riskanten Situationen im Bus, aber draußen gibt es trotzdem noch mehr.

Busfahrer Hans Schuch: Das gefährliche fängt schon an der Haltestelle. Wenn wir also mit dem Linienbus die Haltestelle anfahren möchten. Je nachdem wo wir anfahren möchten, fängt also schon draußen ein Gedränge an, oftmals eben von hinten, die Großen schieben dann die Kleinen vor den Bus, mehr oder weniger. Dann müssen wir dann überlegen, vor dem Anfahren an der Haltstelle, wie fahren wir die Haltstelle an.

Für die Busfahrer immer wieder ein Balanceakt vor allen dann wenn die wartenden Kinder und Jugendlichen ganz weit vorne am Bordstein oder sogar auf der Straße stehen. Das Gefahrenpotential wird den Schülern am Schulzentrum Laurensberg deutlich vor Auge geführt. Dementsprechend beeindruckt sind die, zumindest für den ersten Moment.

Schüler: "Ja jetzt schon, aber ich glaub in paar Wochen hab ich das eh wieder vergessen". Schülerin: "Ich fande es war gut dargestellt, ich fand es im Bus auch immer so."

Verkehrserziehung mit aktiver Teilnahme. Die Schüler und Schülerinnen erleben hier an sich selbst wie lang ein Bremsweg sein kann und bekomme ein Gespür für Gefahrensituationen im Straßenverkehr. Das ist dringend nötig, den alleine im ergangenen Jahr sind 7 Kinder beim Busfahren in Aachen verunglückt.

Günter Derks Polizei Aachen: Ja beim Unfallgeschehen ist es eben so, dass Kinder den Bus verlassen, dann über die Fahrbahn laufen um vielleicht den Bus auf der Gegenseite oder den Anschlussbus zu bekommen. Dann wollen sie einfach nur dahin und haben keine Gedanken an den Straßenverkehr. Eine andere Situation ist z.B.: man verabschiedet sich, die anderen sind ausgestiegen und die anderen fahren noch weiter, die Freunde, und hält noch mal Hand an Hand so gegen die Scheibe, nimmt Abschied , läuft ein bisschen hinter dem Bus her man gerät ins straucheln, man verliert das Gleichgewicht und fällt dann unter die Zwillingsreifen des Busses, auch diese Unfälle haben wir schon gehabt.

Schubsen, auf die Fahrbahn springen, und Schultaschen vor den Bus werfen sind Mutproben die möglicherweise sogar lebensgefährlich sein können. Im Bus kann ein Schulranzen schnell zum gefährlichen Geschoß oder zur Stolperfalle für andere werden.

Heute haben die Schüler und Schülerinnen an vielen Beispielen gelernt , dass soziales Verhalten auch unter schwierigen Bedingungen Sinn macht und unter Umständen sogar Leben retten kann.

Bericht:Silvia Andler, Kamera: Wolfgang Gudisch, Schnitt: Rob Claessen

Kommentar und weitere Informationen zum Thema Busschule

Am besten fanden wir wie der Busfahrer das Problem die Haltestellen anzufahren schilderte. Mit Busschule wird man erwachsene Menschen (Busfahrer) natürlich viel besser erreichen können als Kinder, die eh wieder alles vergessen. Aber bei Dumpingpreisen wie der Kreis sie fördert werden an Busfahrern keine Ansprüche gestellt. Busschule wird auch immer in einer besten Busse abgehalten. Die mangelhaften baulichen Ausführungen von Haltestellen gehören natürlich nicht in die Busschule. Mayen sollte auf den Bordstein und die blaue Linie achten. Selbst an diesen einfachen Dingen wird dort an der AWO Haltstelle gespart. Aachen glaubt die Haltestellen wären sicher genug und hält die generelle Anordnung der Warnblinkanlage nicht für nötig, schrieb man uns auf Anfrage. Kurze Zeit später überfuhr eine Polizeistreife in der Dunkelheit einen Jugendlichen, als dieser hinter dem Bus verdeckt die Straße überqueren wollte. Busschule schön und gut, aber andere Dinge gehören halt auch dringend dazu. (rd)

Wenn wir in Rheinlandpfalz von etwa 1800 Schulen ausgehen, dann erhielten in 2005 ca. 7 % der Schulen pro Jahr eine Busschule. Gehen wir mal von 2 Jahrgängen pro Schuljahr aus, dann würden 3,5 % der Schüler eine Busschule erhalten. Die Initiative sieht kritisch den Punkt "Gefahrenhinweise Haushaltsgeräte visa Busfahren". Auch dazu wurde schon gesagt, dass lediglich Schülerfahrkarten in die Post kommen, sogar ohne Hinweise auf AGB's. Aber benötigt würden Sicherheitshinweisen, die übrigens im Reisebusverkehr zur Pflicht wurden. Einst sagte jemand von der Unfallkasse er hielte nicht viel von Broschüren, sollte man dann die Gefahrenhinweise bei Haushaltsgeräten, Motorsägen etc. auch einfach weg lassen?

Zur Bus-Feuerübung:. Nach der Häufung von Busbränden (wir berichteten) hatte die Redaktion einige offizielle Auskünfte erhalten. Keiner hält Übungen im Bus für erforderlich. Siehe dagegen die Maßnahmen in den USA[2]. Der Unfallkasse in RLP sind noch keine Verletzten bekannt. Immerhin die ersten Fahrgäste wurden vor einem Monat bei einem Brand in RLP verletzt. Feuerübungen in Schulgebäuden werden immerhin abgehalten, aber wie viele wurden schon bei Bränden in der Schulen verletzt? könnte man fragen. Muss erst was gemacht wenn es die ersten Opfer gegeben hat? Sicher gab es weltweit schon öfters Tote nach Brand eines Busses. Sind nicht die vielen Busbrände Vorboten genug um eine Präventionsmaßnahme zu rechtfertigen, die sicher nicht viel kostet? Es gibt auch schon Jahrzehnte aufwendige Sicherheitsprüfungen bei Kernkraftwerken, ohne dass je ein Unfall passierte. Eine Mini-Busschule mit Brandhinweisen (~15 Min) zu Beginn jedes Schuljahres, das könnte doch als Pflichtübung auf einfachere Art und Weise von jedem Unternehmer abgehalten werden.

Bei einer Busschule sollten die Thema "Brand" der Nothammer, Notausstieg, Dachluke usw. erläutert werden. Das ist nicht bei allen Busschule so selbstverständlich. Die Redaktion hatte an einer Bonner Busschule vor zwei Jahren teilgenommen. Trotzdem die Schulung über den ganzen Vormittag ging, wurde nicht auf Brand und Nothämmer hingewiesen.

Im Zusammenhang Busschule ist auch eine Verwaltungsvorschrift "Verkehrserziehung in den Schulen" [1] in RLP interessant, darin:

    " 3.2. ....... Die Benutzung des Schulbusses, der öffentlichen Verkehrsmittel und das Mitfahren in Personenkraftwagen muss im Unterricht behandelt und - wenn möglich - praktisch geübt werden. Dabei ist ein Schwerpunkt auf das geordnete Ein- und Aussteigen und das Verhalten während der Fahrt zu legen."
Diese VV dürfte vielen unbekannt sein und folglich deren Ziele in der Praxis wohl kaum umgesetzt werden.

Sexualkunde, Drogenaufklärung, Rechtsextremismus, Gewalt etc. das sind alles Themen an weiterführenden Schulen, vereinzelt auch die Busschule. Aber wer kommt in den Genuß? Alles ein Flickenteppich und ist überwiegend nur von der Eigeninitiative aller Beteiligten abhängig. Von Busschule an der Hauptschule in Mayen haben wir schon gehört, aber am Megina Gymnasium ist man mit dem Latein zu sehr beschäftigt. Sollten es die Kinder dort hin schon mitbringen? Wie soll das möglich sein wenn z.B. die Grundschule Kirchwald es ablehnt, neben der Fahrradprüfung auch noch die Busschule zu organisieren.

  1. Verkehrserziehung in den Schulen in RLP
    Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung vom 9.August 1999 (1541 A – Tgb.Nr. 1094/99
  2. USA: School bus evacuation drills
    Children are required to conduct on school grounds two emergency school bus evacuation drills during each school year, the first to be conducted during the first week of the first school term and the second during the month of March, and at such other times as the chief school administrator may require. ......
  3. Aachen: Jugendlicher an Haltestelle von Polizeifahrzeug erfasst

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