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In Mayen sind Kinder und Fußgänger besonders gefährdet
Die Gefahren sind der Bürgermeisterin Veronika Fischer seit über einem Jahr bekannt.


Rolf Diederichs, 19.4.2006


Veronika Fischer (Archiv)
verschleppt Maßnahme

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Die Linksabbiegerspur hat einen Grünen Pfeil ...

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... und treffen auf Fußgänger ohne Rechte !

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warum nur in dieser Richtung rot?

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hier erkennt man kaum die Gefahr von rechts-hinten
Videos zeigen die Situation:
Gefahr von rechts ...
.. aber auch von vorne
Ein Stadtoberhaupt kann sicherlich nicht für jeden Unfall im Straßenverkehr verantwortlich gemacht werden, aber wenn ihm oder ihr die Gefahren schon länger bekannt waren? Und wegen Geld wieder nichts unternommen wurde? Könnte dann nicht eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vorliegen? Der Tod eines Fußgänger war schon vor kurzem in Mayen zu beklagen. Die Schuldfrage wird dann immer beim Autofahrer oder Opfer gesucht. Aber wie hier in Mayen ist eine schlampige Gestaltung sehr häufig die wirkliche Unfallursache.

An der Kreuzung Habsburgerring/Obertor ist für Fußgänger keine klare Berechtigung oder Ampel sichtbar, d.h. die Gefahr von einem Abbieger angefahren zu werden ist dort recht groß. Vor einem Jahr wurde an anderer Stelle in Mayen beim Abbiegen eines PKWs ein Fußgänger tödlich verletzt.

Versetzen wir uns in die Situation des Fußgängers, insbesondere von Kinder und älteren Leuten die ein schlechteres Wahrnehmungsvermögen haben. Sie müssen den Kopf schon erheblich verrenken, um ein Auto wahrzunehmen, welches bei grünem Pfeil um die Kurve angeschossen kommt. Das Video zeigt die Schnelligkeit in der Fahrzeuge dort die Kurve nehmen. Aber auch der Autofahrer ist nach einem Unfall zu bedauern. Wer rechnet schon bei Grün damit, dass trotzdem Fußgänger kein Rot angezeigt bekommen und folglich leicht die Straße betreten.

Meinungen Anderer

"Solch eine Verkehrsregelung ist mit Sicherheit nicht ganz unproblematisch", meint Herbert Fuss Leiter der Abteilung Verkehr und Technik ADAC Mittelrhein. "Auf der einen Seite muss der Fußgänger natürlich den fließenden Verkehr berücksichtigen und muss auch damit rechnen, dass Fahrzeuge von rechts kommend in die Straße einbiegen. Auf der anderen Seite muss der Fahrzeugführer auf den Querverkehr Rücksicht nehmen." Herbert Fuss wird sich die ihm beschriebene Verkehrssituation in Mayen mal anschauen und dann mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde in Verbindungen treten.

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland (FUSS e.V.) fordert den vermehrten Einsatz von konflikfreien Ampelschaltungen. Grün für Fußgänger ohne gleichzeitigen Abbiegeverkehr, Rundumgrün oder gar die Diagonalquerung werden bereits seit 1992 in den Richtlinien empfohlen, aber bundesweit noch immer sehr zögerlich eingesetzt. Die Situation in Mayen ist für Fußgänger das Gegenteil einer möglichst konfliktfreien Querung, hier werden zahlreiche zusätzliche Konflikte geschaffen.

Vertröstet und verschleppt

Die Initiative hatte die Bürgermeisterin schon im Februar 2005 auf die Gefahren für Fußgänger hingewiesen, die vornehmlich der mangelhaften bauliche Gestaltung zuzuordnen sind. Unter anderem wurde auch auf diese Ampelschaltung hingewiesen. Veronika Fischer bedankte sich für die Hinweise und Anregungen, sie habe den zuständigen Fachbereich gebeten, diese zu prüfen. Sobald ihr nähere Informationen vorlägen, würde sie sich wieder melden.

Es dauerte über einem Monat bis schließlich, erst nach erneuter Nachfrage, das zu erwartende Abwiegelungsschreiben kam. Im Hinblick auf die Situation der Verkehrssignalanlagen stände die Stadt, wegen der Erneuerung der Fahrbahndecke, in Verhandlungen mit dem Land. In diesem Zusammenhang sollen auch die Ampelanlagen erneuert werden, antwortete Fischer. Dabei wäre lediglich eine Anzeige auch für die Fußgänger in Richtung Gaststätte nötig, so wie die entgegenkommenden Fußgänger auch eine haben. Ist das so schwer?

Auch an anderen Stellen ist Mayen marode und voller Gefahren, besonders für Kinder

Anlass einen Blick auf die Verkehrssicherheit für Schüler in Mayen zu werfen gab die Überschrift in der RZ: "der Weg ist für die Schüler nun sicher". Allerdings waren wir dann doch etwas überrascht, dass es sich um den Toilettengang der Hinter Burg Schule handelte. Hintergrund für die Sorge und die Baumaßnahme der Bürgermeisterin war ein Sittenvorfall in Rheinlandpfalz an einer anderen Schule. Wir hofften die Frau würde auch die größeren Gefahren auf den wirklichen Schulwegen ebenso gut einschätzen. Wir glaubten auch, wie sehr ihr die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg am Herzen läge. Allerdings hatte die Initiative dann bei einer Überprüfung feststellen müssen, dass es für die Sicherheit von Kinder und Bürgern ohne Auto in Mayen sehr schlecht gestellt ist.


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dunkle Fußgängerüberwege, hier sogar vor der Grundschule

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dunkle Haltestellen
Beispielsweise sind Fußgängergrünphasen an allen Ampeln des Habsburgring/Boemundring eine Zumutung. Die verblichenen Schilder "Beispiel geben bei Grün gehen" wurden allerdings vor kurzem auf Kosten der Verkehrswacht ausgewechselt. Wer beim Grünwechsel sofort flott losgeht kommt in 10-15 Sekunden bei Rot auf der anderen Seite an, ältere Leute stehen dann noch in der Mitte der Straße. Auch müssen Fußgänger mehrere Minuten warten bis die Knopfdruckampeln auf Grün wechseln, in der Wartezeit wird auf die Stadt geflucht. Bei dieser Situation ist es verständlich, dass viele Fußgänger bei Rot über die Straßen laufen. Jeder gebildete Verkehrsplaner würde dies als unfallträchtige Gestaltung bemängeln.

Der Mayener ÖPNV, nicht nur mit den Bussen, auch mit seinen Haltestellen, Beleuchtungen etc. ist ebenso in einem äußerst maroden Zustand. Selbst an stark frequentierten Haltestellen können Nichtraucher keinen Fahrplan im dunklen lesen. Auch wenn die Kripo deswegen über Gewaltverbrechen besorgt ist, so dürften die Gefahren durch den Straßenverkehr sicherlich noch erheblich größer sein.

Die Haltestelle Geissbüchhof ist so gefährlich, dass Eltern in der Regel ihre Kinder deswegen mit dem Auto selbst zur Schule fahren müssen. Frau Veronika Fischer, Andrea Nahles MdB, Anne Spurzem MdL ... ist das der Geist einer neuen Familienpolitik? Warnschild Achtung Kinder, Bushaltestelle in 100 Meter und Beleuchtung sind erforderlich. Auch sind sichere Aufstellflächen erhöht mit einem Bordstein und Wetterschutz nötig. Tempo 50 Richtung Monreal fängt wenige Meter vor der Haltestelle an und müsste verschoben werden. Der Bus müsste in jedem Falle zum Einschalten der Warnblinkanlage verpflichtet werden. Der Gipfel war dann sogar, dass die Bürgermeisterin in ihrem Antwortschreiben diese Haltstelle fälschlicherweise auf die Zuständigkeit des Landkreises Mayen-Koblenz schob. So sind wir doch schon daran gewöhnt wenn die Eigenverantwortung geschickt auf andere abgewälzt wird, in der Hoffnung der Bürger blickt ohnehin nicht durch und wird hauptsache erst mal ruhig gestellt.

Die Initiative hält diese Politik für puren Leichtsinn auf Kosten der Sicherheit der Schwächeren im Straßenverkehr. Leider machen Opfer oder Angehörige nur zu selten von ihrem Recht einer Strafanzeige gebrauch. Allerdings scheute die Bürgermeisterin keine Strafanzeige als sie sich durch einen Artikel [1] beleidigt fühlte. Wir werden berichten ob auch diesmal wieder eine Strafanzeige gemacht wird um offensichtlich freie Meinungsäußerung und Kritik im Keim zu ersticken.

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