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Schülerbeförderung mit der Bahn birgt Gefahren - In Andernach nochmal Glück gehabt
Auch Bundesbahn und TransRegio haben Sicherheitsprobleme

Von Rolf Diederichs, Kirchwald, 17.5.2004.


Achtung Schülerbeförderung

Sicher für alt und jung?

Andernach-Kaisersesch
Eine zufällige Begegnung auf dem Bahnhof in Andernach zeigt die Unfallrisiken auch in diesem Bereich auf. Kritik von Eltern die fordern ihre Kinder nicht über Bahnhöfe zur Schule zu Beförderung ist berechtigt. Wie uns auch häufige Unfälle an Straßenbahnhaltestellen in den Großstätten zeigen wird auch hier nicht Kindergerecht gebaut.

Wir trauen unseren Augen nicht, als sich der ICE Zug rückwärts über einige Meter sich mit Schrittgeschwindigekeit wie von Geisterhand in Bewegung setzte, während Fahrgäste über die Trittstufe einstiegen. Dem zufällig daneben stehenden Schaffner schien das wenig zu berühren, als wenn dies zum Alltag gehören würde kommentierte er: "Ach der hat nur die Bremse nicht angezogen".

Auch auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig konnte man Alltag in der Beförderung beobachten. Einen beachtlich großen Schritt muss man schon machen um bei diesem Transregio-Wagen ein- und auszusteigen zu können. Die zu überwindende Kluft beträgt immerhin ca. 40 cm und der Höhenunterschied etwa 20 cm. Für jung oder alt sicherlich nicht besonders sicher. Die Technische Leitung gab Auskunft, dass bei Frost die hydraulisch ausfahrenden Stufen schon mal versagen könnten. Wenn jemand sein selbstgenutztes Einfamilienhaus baut, schreibt man ihm dann nicht vor wie die Trittstufen seiner Treppe bemessen sein müssen?

Jutta Busch, zuständig für Prävention bei den Unfallkassen, macht sich in der Zwischenzeit schon mehr Sorgen um die Straßenbahn bzw. Gleisunfälle bei Schülern/innen als bei Schulbussen. "Die Fälle nehmen im Moment bedrohlich zu" so ihre Worte in einem Telefongespräch. Allein im Jahr 2002 wurden in Köln 189 Personen bei Unfällen mit der Bahn verletzt; 15 davon schwer, vier Menschen starben. Auch besorgt um diese Zustände hat sich Ralph-Peter Renne aus Kanzem-Konz (Kreis Trier-Saarburg) im Forum gemeldet: "Das Problem für meine Tochter ist, daß sie dann mit dem Bus zum Bahnhof fahren und dort umsteigen müßte. Die Fahrtzeit verlängert sich dadurch um 14 Minuten. Die Benutzung des Zuges müßten wir erst mit ihr üben. Meine Frau holt unsere Tochter als Konsequenz jetzt mit dem Auto ab." [mehr].


Weitere Informationen zu Straßenbahn- und Bahnunfällen:
Schülerbeförderung (Zug für 10-jährige) in Kanzem-Konz (Kreis Trier-Saarburg)
Hunderte von Schülern zur Mittagszeit, alle zwei bis drei Minuten eine Straßenbahn, dazu alle siebeneinhalb Minuten ein Bus - höchste Zeit für Sicherheit.
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