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http://rhein-zeitung.de/on/99/09/28/topnews/schulbus_jura.html
Schüler sind im Bus die Verlierer
Forderungen und Antworten

Seit 1996 ist in Rheinland-Pfalz die Schülerbeförderung in den ÖPNV integriert, um die Linienbusse rentabler zu machen:

Landesschulgesetz, §56 Schülerbeförderung, Absatz 4: "Die Aufgabe wird vorrangig erfüllt durch die Übernahme der notwendigen Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel. Soweit zumutbare öffentliche Verkehrsmittel nicht bestehen, sollen Schulbusse eingesetzt werden."

Absatz 5: "Beim Einsatz der Schulbusse ist sicherzustellen, dass die Zahl der zulässigen Stehplätze nur auf kürzeren Strecken und nur bis zu 70% genutzt wird. Bei der Beförderung von Schülern der Sonderschulen ist für eine Begleitperson zu sorgen, wenn dies nach Art und Grad der Behinderung notwendig ist."

Eine Forderung des Landeselternbeirates: Jeden Schulkind ein Sitzplatz im Bus (also keine Stehplätze, die im normalen Linienbus zu 100% genutzt werden dürfen)

Gegenargument des rheinland-pfälzischen Landkreistags: Das würde uns 50 Millionen Mark kosten, pro Kreis zwei Millionen Mark Mehrkosten.

Verband der Omnibus-Unternehmer Rheinland- Pfalz dazu: Das würde den Einsatz von mehr 20- bis 25 Prozent mehr Fahrzeugen bedeuten. Das will leider keiner bezahlen. Verkehrsgerichtstag, Januar 1999, Präsident des Kongresses, Peter Macke, fordert Anschnallgurte in Schulbussen.

Aber: In den USA fahren täglich 21 Millionen Kinder mit dem Schulbus, jährlich verunglücken dort mit dem Bus 4100 Schüler. In Deutschland waren es 1992 etwa 5400 Kinder (1991: sogar 6826) bei nur 2 Millionen Kinder, die täglich mit dem Schulbus unterwegs sind.

In Deutschland ist also das Risiko mit einem Schulbus zu verunglücken 14 mal höher als in den USA!

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